23. RWE WinterCup 2012
BSV Menden tankt Selbstvertrauen für Landesliga-Rückrunde
22.01.2012 | 17:44 Uhr | geschrieben von: Burkkard Granseier
Freude über eine gute Platzierung: Die Fußballer des BSV Menden belegten beim Play-off-Finale des 23. RWE-WinterCups Rang drei. WP-Foto: Tobias Aufmkolk
Hüsten. Der RWE-WinterCup ist bereits wieder Geschichte. Die Fußballer des Westfalenligisten SuS Langscheid/Enkhausen sicherten sich den diesjährigen Titel. Im Finale bezwang man den SSV Meschede mit 2:1. Landesligist BSV Menden indes holte beim Play-off-Finale in Hüsten den dritten Rang.
Diese Platzierung genoss man bei den Rot-Weißen in vollen Zügen. „Dritter von 143 Teilnehmern – das ist schon ein Erfolg. Ich bin mit der Mannschaft hochzufrieden“, zog Trainer Mark Elbracht zufrieden sein Fazit vom Finaltag der 23. Auflage dieses Hallenspektakels. Das Turnierbronze wurde dem heimischen Branchenführer zudem mit einer Prämie von 1500 Euro versüßt.
Elbracht nahm auch denjenigen den Wind aus den Segeln, die von mehr geträumt hatten. „Das wäre vermessen gewesen. Wir waren in der Halle nicht die Übermannschaft, aber die Jungs haben tollen Einsatz gezeigt“, lobte der Dortmunder.
Der Trainer des heimischen Branchenführers hegte daher die Hoffnung, dass der dritte Platz beim RWE-WinterCup auch Rückenwind für zweite Serie in der Landesliga gibt. „So wie sich die Mannschaft präsentiert hat, ist das sicherlich möglich“, sagte Elbracht, er verschwieg jedoch nicht, dass seine Akteure auch eine große Portion Glück hatten. Denn zweimal hatte man erst beim Neunmeterschießen die Nase vorn.
So geschehen gleich zum Auftakt gegen den Briloner A-Ligisten TSV Bigge-Olsberg. Zwar führte Menden nach sieben Minuten bereits mit 2:0 und sah wie der sichere Sieger aus. „Doch dann sind wir in den letzten beiden Spielminuten fahrig geworden, und der Gegner konnte noch ausgleichen“, resümierte Elbracht. So musste die Entscheidung nach einer torlosen Verlängerung per Neunmeterschießen fallen. Und da hatten die Rot-Weißen dank Keeper „Maxi“ Wulff mit 7:5 die Nase vorn.
In der ersten Siegerrunde ging es dann für die heimischen Balltreter gegen den Arnsberger A-Ligisten Blau-Weiß Gierskämpen. „Da waren wir richtig schlecht“, so Elbracht. Doch der Kreisligist konnte daraus keine Vorteile ziehen. Auch hier fiel die Entscheidung von der Strafstoßmarke – der BSV gewann mit 4:2 und befand sich dadurch bereits unter den besten sechs Teams des Play-off-Finals.
In der zweiten Siegerrunde traf man dann auf die Landesliga-Kollegen vom SSV Meschede. „Die waren stark und haben verdient gewonnen“, kommentierte Elbracht die 2:3-Niederlage gegen der Vertreter der Staffel 5 und den Einzug in die Verliererrunde. Dort ging es dann erneut gegen Gierskämpen, der A-Ligist wurde mit 2:1 bezwungen und musste als Vierter die Heimreise antreten.
Mit dem Einzug in die Finalrunde hatte sich für den BSV Menden die Teilnahme am RWE-WinterCup endgültig gelohnt. Dort traf man erneut auf den SSV Meschede. Und ein Sieg musste her, um den Endspieleinzug zu realisieren. Die Elbracht-Elf konnte die Kicker aus dem Hochsauerland zwar ins Neunmeterschießen zwingen, doch hier sollte dann der Weg für die Beckmann, Dickehut und Co. zu Ende sein – das Team des ehemaligen Langenholthauseners Andreas Mühle siegte von der Marke mit 6:5 und zog somit ins Finale gegen den SuS Langscheid/Enkhausen ein.
Das interessierte im Lager der Rot-Weißen jedoch nur noch am Rande. Stattdessen freute man sich über einen gelungenen Hallenauftritt – und tankte Selbstvertrauen für die nächsten Monate. Denn die Wahrheit liegt immer noch auf dem Sportplatz und nicht unter dem Hallendach.
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